Operations · Aktualisiert May 2026

Hard bounce

Permanenter Zustellungsfehler

Ein Hard Bounce ist ein permanenter E-Mail-Zustellungsfehler — der empfangende Mailserver hat die Nachricht so abgelehnt, dass ein erneuter Versuch nie Erfolg haben wird (z. B. Postfach existiert nicht, Domain hat keinen MX-Record). AcelleMail setzt hart gebouncte Adressen auf die Blacklist, um die Absender-Reputation zu schützen.

§1

Definition

Ein Hard Bounce ist ein permanenter E-Mail-Zustellungsfehler. Der empfangende Mailserver hat eine Ablehnung zurückgegeben, die der Absender als endgültig behandeln sollte — die Adresse ist aktuell nicht zustellbar, und ein Retry ändert das nicht. Häufige Hard-Bounce-Ursachen: das Postfach existiert nicht (5.1.1), die Domain hat keinen MX-Record, der empfangende Server hat den Absender explizit blockiert, oder die Nachricht verstößt gegen eine Content-Policy, die sich beim Retry nicht auflöst. Das Gegenstück ist ein Soft Bounce — ein temporärer Fehlschlag (Postfach voll, Server down), der bei späterem Retry erfolgreich sein kann.

§2

Wie AcelleMail Bounces klassifiziert

AcelleMail kollabiert die vielen vendor-spezifischen Bounce-Formen auf ein kleines semantisches Enum. Die Datei app/SendingServers/Webhooks/BounceType.php definiert exakt zwei Cases, die die Blacklist-Entscheidung steuern:

enum BounceType: string
{
    case HARD = 'hard';
    case SOFT = 'soft';
}

Der rohe Vendor-String (Amazon SNS sendet Permanent / Transient / Undetermined; Mailgun, SparkPost und SendGrid haben jeweils eigene Taxonomien) wird separat als BounceReceived::$bounceTypeRaw zu Audit-Zwecken bewahrt. Das Model BounceLog spiegelt das mit drei Konstanten — HARD, SOFT, UNKNOWN —, die an die Legacy-Spalte gekoppelt sind.

§3

Warum Hard Bounces den Abonnenten blacklisten

Mailbox-Provider bewerten die Absender-Reputation unter anderem über die Bounce-Rate. Eine bekannt nicht zustellbare Adresse ein zweites Mal anzuschreiben, ist das stärkstmögliche Signal, dass der Absender seine Liste nicht pflegt — und dieses Signal stuft die Reputation des Absenders für alle Empfänger herab, nicht nur für die fehlerhafte Adresse. Der BounceHandler + Listener RecordBounce von AcelleMail wandelt ein HARD-Webhook-Event in eine Zeile in BounceLog um und schaltet den Status des Abonnenten auf blacklisted; die Adresse wird ab dann aus jeder künftigen Kampagne dieses Accounts ausgeschlossen. Soft Bounces blacklisten nicht automatisch — sie akkumulieren, und erst nach einer konfigurierbaren Serie steigt die Adresse zur Blacklist auf.

§4

Operative Faustregel

Branchen-Baseline: Hard-Bounce-Rate unter 2% pro Kampagne halten. Anhaltend höhere Raten lösen Reputations-Downgrades bei Gmail / Outlook aus. Der schnellste Hebel zur Senkung der Bounce-Rate ist Double Opt-In plus periodische Listenreinigung — siehe Double Opt-In und Zustellbarkeit §8 für das operative Playbook.

Quellen

Jede Aussage auf dieser Seite lässt sich auf eine davon zurückführen.

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